Quellen zur Kolonialgeschichte 16

Andreas Eckl (Hg.)
„Die verdammte Bande!“
Das Brief-Tagebuch von Walther Scherbening, Chef des Generalstabs beim Kommando der Schutztruppe in Südwestafrika, 20. Januar 1906 – 20. April 1907

Quellen zur Kolonialgeschichte, Band 16

Broschur, 15 x 21 cm, 339 Seiten, Index
Bochum, 2026
ISBN 978-3-939886-19-8

ca. 38,80 EUR

Aus der Einleitung 

Ende Februar 1906 übernahm Walther Scherbening in Warmbad von Hauptmann Salzer den Posten als Chef des Generalstabs beim Kommando der Schutztruppe in Südwestafrika, den er bis 1. April 1907 innehaben sollte. Zunächst unter Lothar von Trothas Nachfolger Kai von Dame, diente Scherbening die längste Zeit als rechte Hand von General Berthold (von) Deimling, der das Oberkommando im Juli 1906 von Kai Dame übernommen hatte.

Deimlings Auftrag war sehr eindeutig: Die Kriegskosten zu reduzieren, v.a. durch eine deutliche Verminderung der Mannschaftsstärke und eine zügige Be­endigung der Kriege und Befriedung des Schutzgebietes. Weniger diese Ziel­setzung als solche, als vielmehr die dafür als geeignet erachteten Maßnahmen waren Gegenstand permanenter Erläuterungen, Diskussionen und regelrechter Streitereien. Immer wieder hat es Scherbening dabei geschickt verstanden, die von ihm als notwendig oder richtig erachteten Maßnahmen und Ent­schei­dun­gen in seinem Sinne gegenüber einem cholerischen („Der Oberst stürmt wie­der“), in seiner Unberechenbarkeit fast schon wieder berechenbaren Deim­ling durchzusetzen. Es ist aber nicht allein das eigene Wirken Scherbe­nings, das seine Tagebuch-Briefe für den Leser heute so wertvoll macht. Mit Walther Scherbening stand ein Mann an der Spitze des Militär­apparates und damit im Zentrum der Informationen und des damaligen Wissens, der ein analytisch geschulter und überaus aufmerksamer Beobachter war. Wie wohl kein Zweiter (Deimling eingeschlossen) hatte Scherbening – soweit das überhaupt möglich war – einen Über- und Durchblick, zumindest was den süd­westafrikanischen Teil dieses Kriegsgeschehens betrifft.

Seine Eindrücke und Erlebnisse hat Walther Scherbening in einem Brief-Tage­buch festgehalten, das er mit viel Sorgfalt und Aufmerksamkeit beinahe auf einer täglichen Basis verfasste. Es vereint beides, Erzählungen des Erleb­ten in Briefform, und Reflexionen in Form eines Tagebuches. Der Umstand, dass der primäre Adressat der Aufzeichnungen nicht der Autor selbst ist, erweist sich für den Leser heute als besonders ansprechend. Geschrieben hat Scherbe­ning dieses Brief-Tagebuch zuallererst für seine Frau, dann auch für seine Geschwister und nicht zuletzt für sich selbst: „Sind doch die Briefe auch für mich selbst geschrieben, eine Art Tagebuch, das später wieder zu lesen meine Freude sein soll.“ Anders als oft in nur für den persönlichen Gebrauch geschriebenen Tage­büchern ist Scherbening stets darauf bedacht, seine Erzählungen verständlich, zusam­menhängend und detailreich darzustellen und ihre Bedeutung in den Gesamt­kontext des Geschehens einzuordnen, so dass sich auch der unkundige Leser heute wie die damalige Adressatin der Briefe selbst ein Bild von den Ereig­nissen und Verhältnissen machen kann.

Die von Scherbening kommunizierte Beobachtungen und Reflexionen decken ein breites Spektrum ab. Sie reichen von der Beschreibung alltäglich anfallen­den Arbeiten,

„Befehle für den Angriff und damit zusammenhängende Dinge wech­seln mit Beschwerdesachen; eine Behörde hatte am Schriftstück eines Offiziers unberechtigt Bleistiftfragezeichen gemacht – Tropen­koller – oder Andere hatten Orden bekommen, er nicht, die Verwaltung schreit, sie hätte Baracken beantragt für Lazarette, das Kolonialamt lehnt diese ab, weil die Lazarettneubauten sie überflüssig machten, dabei wären alle Neubauten im Etat 1906 gestrichen. Jetzt soll wieder Morenga an der Ostgrenze sein, ein Farmer hätte ihn gesehen, eine Etappe mel­det, von 200 Ochsen, die sie übernehmen sollte, wären nur 40 brauch­bar; der Delegierte der freiwilligen Krankenpflege, der auf unseren Antrag abbe­rufen worden ist wegen steter Stänkereien, will die Akten nicht über­geben – hol ihn der Kuckuck samt seinen Akten. So geht der Nach­mittag hin.“

über Gedanken bezüglich des Alkoholkonsums und dessen Folgen,

„Dort wie hier wütet der durch Alkohol hervorgerufene Tropenkoller. Es ist schrecklich, was hier für Unheil Mannschaften infolge Alkohol angerichtet haben und wie sie sich ins Unglück gestürzt haben. Aus­schreitungen in der Trunkenheit sind Veranlassung zu schwerem Unge­horsam, tätlichem Vergreifen an Vorgesetzten, und ziehen minde­stens 10 Jahre Gefängnis nach sich, wenn nicht der Kommandeur die Strafe mildert. Es ist befohlen, dass Rum, den die Ärzte in der kalten Jahreszeit für notwendig erklären, nur in Tagesportionen ausgegeben wird, das ist 1/10 Liter pro Tag, aber trotzdem haben sich Leute immer noch wieder mehr verschafft. Aber sie betrinken sich auch mit Rotwein und Sekt, wenn sie an Stores kommen, die etwas haben. Ich arbeite jetzt daran, dass Rum trotz aller Ärzte nicht mehr verabfolgt wird.“

über die Analyse von Frachtpreise,

„Jetzt bezahlen wir dem Frachtfahrer 7 Pfennig pro Kilometerzentner und geben ihm, damit er überhaupt fährt, für jeden gefallenen Ochsen einen neuen. Da er 40 Zentner lädt, bekommt er pro Km 2,80 M. und bei einer Tagesleistung von 20 km pro Tag 56 M. Seine Unkosten sind minimal. Die 2 – 3 Treiber bekommen höchstens 1 M. für den Tag und Mann. Die Verpflegung kostet ihn nicht viel, da er die Hälfte vom Wagen stiehlt. Das Futter für die Pferde besteht in Weide. So hat er 40 M. sicheren Reingewinn pro Tag. Da die Leute meist so 4-5 Wagen haben, z.T. auch mehr, ist das schon eine Summe. Daher ist auch grosser Andrang zu solchen Frachtfahrern. Nebengeschäft ist dabei, gute Ochsen gegen schlechte bei Farmern einzutauschen und diese dann, wenn sie schlepp werden, von der Regierung sich ersetzen zu lassen.“

bis hin zu grundlegenden strategischen Entscheidungen wie den Umgang mit Gefan­genen:

„Inzwischen ist unsere Ochsenkarre nachgekommen, eine ganz aus­gezeichnete Leistung der Tiere. An mich gelangt endlich mal wieder ein Telegramm, noch dazu chiffriert, die Anfrage, warum wir die starke Sterblichkeit der Hottentotten auf der Haifischinsel nicht gemeldet hätten. Die einzige Antwort, weil es das [182] Oberkommando gar nichts anging, kann ich nicht gut geben, aber aus den vielen Worten, die ich zurücktelegraphierte, geht dieser Sinn hoffentlich klar hervor. Hierin liegt nämlich schon lange eine erhebliche Differenz zwischen Deimling und Estorff. Deimling, im Einverständnis mit dem Gouvernement will sie trotz der hohen Sterblichkeit dort lassen, Estorff sie herunterhaben, weil er ihnen seinerzeit „Freiheit“ versprochen habe. Übrigens hat Estorff die Hottentotten alsbald von der Haifischinsel herunter­genom­men und diese Maßnahme wurde gegen den Einspruch des Gouverne­ments von Berlin gebilligt.“

Einen breiten Raum in der zweiten Jahreshälfte 1906 nehmen dabei die sich immer länger hinziehenden Friedensverhandlungen ein, die zunächst unter der Vermittlung von Pater Malinowski, später dann von Estorff als Verhandlungs­führer mit Johannes Christian, dem Kaptein der Bondelzwart, in Ukamas geführt wurden und schließlich am 23. Dezember 1906 zu deren Unterwerfung führten:

„Heute um ½ 7 Uhr – ich sass in der Badewanne – kam schon die erste Depesche betr. Unterwerfung, erfreulicherweise Zustimmung zum Nach­­trag, von da ab aber jagten sich die wichtigen Telegramme, die fort­während Vortrag beim Oberst erheischten. Nach Abfertigung der ersten Serie, etwa 8 Uhr, erbat ich von Oberst D. Direktiven für die Mel­dung nach Berlin zur Vorbereitung eines Entwurfes, damit wenn endlich die Meldung von erfolgter Waffenabgabe käme, Alles fertig wäre. [151] Ich erfuhr – warum, wissen die Götter – schroffe Ablehnung, er behielte sich das Alles selbst vor, hätte sich schon Alles zurechtgelegt. Schön, dachte ich mir – ich erstaune ja über nichts mehr – behielt meinen Ärger für mich und ging ins Kasino, da meine Stube aufgeräumt wurde.“

Es ist bezeichnend für Scherbenings Art des Schreibens, des „Plauderns“ wie er selbst an einer Stelle schreibt, dass er – und das ganz entgegen der sonst üb­lichen Tagebuch-Schreibart – Erzählfäden immer wieder aufgreift und wie­terspinnt. Seine Tagebuch-Briefe sind jeder für sich eine Erzählung, sich einan­der zu einer großen Erzählung verdichtend: Walther Scherbening ist nichts weniger als der Chronist der sich scheinbar endlos ziehenden Kleinkriege gegen Nama und Oorlam 1906/07.

Das Brief-Tagebuch Walther Scherbenings bedarf keiner weiteren Kontextua­lisierung – es ist Kontextualisierung. Walther Scherbening als Diarist und Chro­nist vereint Weitblick mit Überblick und Analyse mit Reflexion, er ist der perfekte Berichterstatter, und weit mehr als nur Beobachter, ein key player des kolonialen Militärregimes, der es geschickt versteht, seiner Politik, seinen Vor­stellungen durch Deimling Ausdruck verleihen zu lassen. Der Blick ins Buch – an nahezu beliebiger Stelle – wird das dem Leser schnell verdeutlichen.

 

Aus dem Inhalt

Gerade ging ein Telegramm von Estorff ein. Spannungsvoll las ich die Niederschrift mit. Johannes hat Unterwerfung erklärt, Waffenabgabe, nur über Verbleib der Bondels schweben noch Verhandlungen. Sie wollen in ihrem Lande bleiben, das Einzige, was sie verlangen. Noch ehe das Telegramm beendet war, ging ich zum Oberst und meldete das. Die Waffenabgabe war unserer Ansicht nach das Schwierigste. Ich musste schon diese Nachricht überbringen. Was enthält sie nicht Alles! Aber sofort knüpfte sich daran die ernste Beratung, was in der Ansiedlungsfrage den Bondels zu gewähren sei. Die Frage selbst ist schon oft besprochen. Hier handelt es sich nun um die Entscheidung. Geplant war eine Ansiedlung nördlich der Karasberge. Diese wurde von den Bondels absolut abgelehnt. Schwerwiegend ist die grundsätzliche Entscheidung, soll man darauf bestehen und Alles zum Scheitern bringen oder kann man sich auch mit anderer Ansiedlung abfinden. Ich möchte auf die Gefahr hin, sehr breit zu schreiben, hier doch die Erwägungen niederlegen, denn ich halte diese Entscheidung für wichtig und folgenschwer. Auf der einen Seite steht die Notwendigkeit, den Krieg zu beenden. Wenn wir auch bald auf der Truppenstärke angelangt sind, die für absolut notwendig gehalten wird, hierin also durch den Frieden nichts geändert wird, so kommen doch noch ganz wesentliche andere Fragen mit ins Spiel, die die Kriegskosten erheblich beeinflussen. Die teuersten sind die Transportverhältnisse und die Viehkonzentrationen. Beide kosten uns enorme Tierverluste durch die Notwendigkeit der Bewachung und die demgemäss zurücktretenden Weideverhältnisse. Die Tiere müssen nachts weiden, wird ihnen das für längere Zeit entzogen, so hungern sie, weil sie in der Hitze nicht fressen. Alle wirtschaftlichen Interessen hier im Süden sind zurückgedrängt. Die Leute können nicht auf ihren Farmen sein, ihr Vieh [149] verkommt und sie leiden schwer. Ferner ist wesentlich die Frage, was können wir denn überhaupt erreichen. Doch nur die Unterwerfung der Bondels, so dass sie wirklich die Macht der Deutschen anerkennen und machtlos sind für Wiederstand gegen eine ehrliche Durchführung des jetzt geschlossenen Vertrages. Ausrotten können wir die Hotts doch nicht; sie verpflanzen nach dem Norden? Wer hält sie dort? Ist es nicht sicherer, sie machtlos hier zu lassen und sie zur Arbeit zu erziehen, als sie widerspenstig im Norden als Arbeiter unterzubringen, wo sie nur gezwungen mit Gewalt bleiben würden? Der Gouverneur wollte sie ein Jahr kriegsgefangen halten, aber wie er sich diese Durchführung denkt, ist nicht zu verstehen. Die Hereros kann man wohl so halten. Das sind Neger, die auf wesentlich tieferer Geistesstufe stehen; aber die Hotts sind geistig durchaus entwickelte, sehr gerissene Leute, die viel zu lange schon in steter Kampfberührung mit Weissen stehen, um sie dadurch niederhalten zu können.

Auf der anderen Seite steht der Abschluss des Aufstandes mit den unmittelbaren Folgen der Möglichkeit des Aufbaues der Kolonie. Natürlich basiert diese auf der Frage des Zutrauens in den Bestand und die Dauer der Unterwerfung. Prophezeien ist hier schwer, aber meinem Verständnis nach bietet eine Unterwerfung in der jetzt stattfindenden Weise mehr Gewähr für Dauer und für völlige Überleitung in friedliche Arbeitsverhältnisse, als der Zwang in völlig widerstrebende Verhältnisse. Mir wurde es nicht leicht, mich in der Frage des Verbleibs der Bondels zu entscheiden. Noch in den Abendstunden stellte ich beim Bezirksamt fest, wo denn noch Platz für Ansiedlung wäre. Es ergab sich, dass nördlich der Karasberge zerstreut zwischen Farmen noch Platz war. Östlich der Karasberge in Streifen von etwa 50-70 km von der Ostgrenze ist alles Land aufgeteilt. Es bleibt nur die Gegend westlich Warmbad, wo Platz für die etwa 3000 Köpfe zählenden Bondels ist. Das ist der alte Sitz der Bondels, außer den ersteren Plätzen. Da sie diese absolut ablehnen, kann nur dieser Teil in Frage kommen. Die Orangeberge bieten nicht genügend Weide, um die für die Bondels nötigen Bockies zu erhalten. Mithin muss man sie in dem alten Sitz belassen, wenn man nicht den Kleinkrieg fortsetzen will. Dieser würde noch lange dauern können, denn Banden von 20 – 30 Köpfen lassen sich hier lange hetzen, ihre Existenz würde auch bei starker Truppe jede wirtschaftliche Tätigkeit verhindern.

Nun kommt noch die militärische Seite. Haben wir nicht genug getan? Leidet unser militärisches Prestige, wenn wir nicht den Kleinkrieg fortsetzen? Ich glaube nicht. Wer hier die Verhältnisse kennengelernt hat, hat wohl durchweg die Ansicht, dass die Truppe im Kampf und Ertragen von Strapazen mindestens recht Gutes geleistet hat. Aber wir kämpfen nicht allein gegen die Hotts, sondern auch gegen die Natur des Landes. Die können wir nicht ändern, wir haben uns ihr so weit wie möglich angepasst. Ich würde selbst auf Kosten der hinausgeschobenen Entwicklung der Kolonie nicht an einem für uns Soldaten nicht ehrenvollen Abschluss mitarbeiten. Ich kann einen solchen nicht erkennen, selbst wenn wir nicht mit einem Sedan abschliessen. So stehe ich durchaus auf den Standpunkt des Abschlusses der Unterwerfung unter den Bedingungen, wie sie bis jetzt stipuliert sind, d. h. Anerkennung der deutschen Regierung, Waffenabgabe, Bestimmung der Wohnplätze unter Gewährung von Kleinvieh zur Ernährung und zwar leihweise bis durch Nachzucht ein eigener Viehbestand – nur Kleinvieh – geschaffen ist. Während diese Fragen so bis ½ 9 Uhr in der Hauptsache erledigt waren, gingen nachher noch in Nebenfragen Depeschen hin und her, dass während der Mahlzeiten öfter auch wesentliche Depeschen eingehen und erledigt werden, ist ja nichts seltenes. Heut hatte aber das Essen noch einen besonderen Anstrich. Die Wasser-Wünschelruten-Kommission war zum Abschied – sie geht morgen auf Warmbad weiter – eingeladen und natürlich knüpften sich noch vielfache Erörterungen an die Wünschelrute. Oberst Deimling opferte ein 10 Markstück für den vaterländischen Frauenverein, wenn Uslar es fände. Es wurde erst auf der Veranda unseres Kasinogebäudes versteckt, doch blieb hier das Finden zweifelhaft, da die Rute an mehreren Stellen ausschlug, nach Angabe Uslars infolge Wassers. Darauf zweite Probe. Das Goldstück wurde im Sande vor dem Gebäude versteckt und Uslar eine etwa 20-25 m lange Linie gegeben, in der es läge. Nachdem erst [150] durch eine Rute aus Holz festgestellt worden war, dass hier kein Wasser war, ging Uslar mit der Drahtrute die Linie ab und die Rute schlug tadellos an der richtigen Stelle aus. Ich muss gestehen, es war überraschend. Also etwas Wahres ist doch an der Sache, so unerklärbar es für mich ist. Im Anschluss daran machte Uslar noch einige Sachen vor, so z. B. erfüllte er den Auftrag, ein auf dem Tisch verdeckt liegendes Streichholz zu nehmen, es an der entfernt stehenden Dose anzustecken und damit einem der Herren, der am anderen Ende des Tisches sass, die Zigarre anzustecken, ebenso tadellos wie den, aus einem Haufen lose geschichteter Streichhölzer ein bezeichnetes herauszufinden. Gegen seine Absicht hypnotisierte er einen der Herrn. Während dieser Scherze dachte man natürlich mehr an Ukamas – Unterwerfung – Ansiedlung usw., als an diese Witze. Nur der Oberst und ich wissen bisher um den Stand. Erst wenn Alles fertig ist, soll es heraus. So wird doch noch zu Weihnachten die Kunde nach Hause dringen und die Friedensglocken, die in der Heimat das Weihnachtsfest einläuten, werden auch für uns hier den Frieden einläuten. Wird er wirklich ein Weihnachtsgeschenk für unser Volk, für die Kolonie sein? Wer weiss es, es steht in Gottes Hand, aber wenn der Deutsche hier, unterstützt von der Heimat, ehrlich arbeitet und strebt, dann kann er zum Segen gereichen und dann wird er ein Segen werden. Aber Arbeit, ehrliche Arbeit gehört dazu.